Foto-Spot in Collioure & die Vermilion-Küste
Die Fauvisten-Aussichten und die Mühle von Collioure
Der Anstieg über der Bucht, wo Matisse und Derain 1905 malten, bis zu einer restaurierten mittelalterlichen Windmühle mit der ganzen Stadt darunter.
Über Die Fauvisten-Aussichten und die Mühle von Collioure
Route anzeigenIm Sommer 1905 arbeiteten Henri Matisse und André Derain in Collioure nebeneinander und kehrten mit den Bildern nach Paris zurück, die ihnen den Namen fauves — wilde Tiere — eintrugen. Die Stadt hat seither zwanzig dieser Gemälde im Gelände markiert: Reproduktionen auf Ständern genau dort, wo jedes entstand, entlang eines Rundwegs namens Chemin du Fauvisme; man hält das Bild hoch und sieht, wie wenig sich die Aussicht verändert hat.
Für Fotografen zählt der Weg aus einem einfacheren Grund als der Kunstgeschichte: Er steigt. Beginnend nahe der Burg, nach Süden und aufwärts, verlässt er die überfüllte Uferpromenade in fünf Minuten und reiht immer höhere Blicke auf Bucht, Glockenturm und Dächer. Eine Viertelstunde sanfter Anstieg führt zum Moulin de la Cortina, einer restaurierten Windmühle aus dem 14. Jahrhundert zwischen Olivenbäumen; von deren Terrasse liegt die ganze Stadt unten, dahinter das Meer und die Albères-Hügel.
Der Hang blickt nach Norden und Osten über die Stadt, ist also morgens am besten, wenn das Licht auf Dächern und Wasser liegt, oder in der letzten halben Stunde, wenn die Sonne hinter den Kamm sinkt und das Meer silbern wird. Die Mittagszeit ist von hier oben im Sommer flach und dunstig.
Der Weg ist öffentlich und kostenlos, aber es ist ein Weg — uneben, stellenweise gestuft und nachmittags von Mai bis September heiß. Wasser und Schuhe mitnehmen und je zwanzig Minuten einplanen statt eines Zwei-Minuten-Abstechers.
Beste Zeit zum Fotografieren
Morgens für Licht auf Stadt und Wasser; die letzte halbe Stunde für ein silbernes Meer
Tipps
Je zwanzig Minuten einplanen — ein echter Anstieg auf unebenem Grund. Im Sommer Wasser mitnehmen; im oberen Teil gibt es keinen Schatten.
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